Verleumndung

Ich habe eben eine sehr freundliche Mail von Herrn Schädel erhalten. Da ich seinen Wunsch diese Mail als vertrauliche Nachricht zu behandeln möchte ich nicht zu sehr darauf eingehen. Wären seine Thesen, die er über mich darin äußert weniger beleidigend und weniger falsche Tatsachenbehauptungen hätte er sie sicher als Kommentar im Blog geschrieben.

Eigentlich wollte er mich wohl nur auf einen Beitrag in seinem Blog hinweisen und hat das wohl nur ein wenig garniert, damit ich mir seinen Blogbeitrag wirklich ansehe. Nun, es hat funktioniert und bin so auf einen Beitrag gekommen, der schon im Titel meinen Namen trägt.

In dem Artikel wird mein Artikel „Umfragen manipulieren“ nicht verlinkt, darum mach ich mir auch nicht die Mühe erneut auf das Blog von Herrn Schädel zu verlinken.

Er schreibt auf jeden Fall, dass er sich sehr wundert, dass nachdem mein Artikel am 15.08. veröffentlicht wurde die Stimmen für Jörn Schade zwischen dem 16.08.2009 um 21:27 Uhr und dem 17.08.2009 um 12:23 Uhr sich fast verdoppelt haben. Leider hat Klaus Schädel keine Screenshots mit angefügt. Aber ich glaube ihm das einfach mal. Und ich glaube auch, dass er sich nicht erklären kann, dass dieser Anstieg eventuell natürlich sein kann.
Rein theoretisch bestünde die Möglichkeit, dass nicht nur er und ich den Artikel in diesem Blog gelesen haben. Wobei die Leserzahlen nicht so weltbewegend sind, dass das allein ausreichen würde (Wobei ich die Nutzerzahlen in diesem Blog auch nicht wirklich monitore. Es könnte also durchaus sein). Ich kann für mich persönlich sagen, dass ich zwei mal auf Dein-Ahrensburg.de abgestimmt habe. Einmal bei der Veröffentlichung meines Umfragen manipulieren – Artikels und einmal vorhin (gegen Mitternacht) um zu testen, ob man nach ein paar Tagen wirklich noch das Cookie löschen müsste um abstimmen zu können (ist nicht notwendig).

Über die Aussagekraft von Online-Abstimmung ist schon viel von klügeren Leuten als ich es bin geschrieben worden (Nicht-Repräsentativität durch Sample Auswahl, Nutzer-Bias, Freiwilligkeit, Involvement, technische Manipulationsmöglichkeiten, Käuflichkeit (Stichwort mechanical turk), halbtechnische Manipulation durch mangelnde Sicherungssysteme (wie ablaufende Cookies/Cookies allgemein), Manipulierbarkeit durch Fragestellung und „Voreinstellung“ des Erstellers lassen wir mal ganz außen vor).

Eigentlich weiß jeder, dass eine Online-Umfrage in der Regel ungefähr so verlässlich ist wie die Wettervorhersage für das nächste halbe Jahr. Doch wenn das so ist: Wieso gibt es eigentlich noch so viele Abstimmungen im Netz? Und: Wieso gibt es noch Leute, die die ernst nehmen?

Zurück zum Artikel von Klaus Schädel: Toll fand ich folgenden Absatz über mich:

Wer hier offenbar manipuliert bzw. dazu mehr oder weniger offen auffordert, Herr von Hülsen, dürfte wohl deutlich sein, denn offenbar wissen Sie ja genau wie es geht – die Manipulation. Daher der wohl schlagartige Zuwachs für Ihren Kandidaten …

(Link so im Original. Ich verändere Zitate nicht.)

Spannend daran finde ich, die Frage, was ich mit der Wiederwahl von Wladimir Putin zu tun habe. Das müsste man mir bei Gelegenheit erklären. Wenn also Jemand eine Idee hat: Immer her damit.

Und ja, vielleicht ist der Titel „Umfragen manipulieren“ nicht so schön (weil missverständlich) gewählt gewesen. Im Artikel habe ich aber zu Abstimmungen aufgerufen, nicht zu Manipulationen.

Dieser Artikel ist deutlich länger geworden, als er eigentlich sollte. Aber das ist bestimmt meiner Unerfahrenheit geschuldet und meinem Wesen, dass mir helfen würde unter Diktatoren oder Patriarchen Karriere zu machen. Aber mir war gerade so danach.

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