Serie: Jugendbeteiligung I: Kinderbeauftragte

Das ich von einem ehrenamtlichen Kinderbeauftragten viel halte und glaube, dass dieses Amt viel Gestaltungskraft hat habe ich ja schon mal geschrieben.
Mir ist dabei aber vor allem die Ehrenamtlichkeit wichtig. Normalerweise bin ich von Beauftragten nicht so begeistert, vor allem, wenn sie Bestandteil der Verwaltung sind. Denn in der Regel verlieren sie einiges von ihrem kritischen Potenzial, wenn sie aus der Verwaltungskasse bezahlt werden.In Stormarn haben wir ein, wie ich finde sehr gutes Modell für den Kinderbeauftragten gefunden. Auch, wenn es jetzt wohl einige Änderungen daran geben wird, bleibt die Ehrenamtlichkeit im Vordergrund, genau wie die Flexibilität und die Wahl des Kinderbeauftragten durch den Kreistag. Besonders letztere führt dazu, dass die Abgeordneten sich mit der Bilanz des Kinderbeauftragten und der Kooperation auseinandersetzen.
Ein wenig schade finde ich die Ausweitungsbestrebungen hin zu Jugendlichen. Petra schreibt ganz richtig:

Die Beteiligung sollte nach dem Entwicklungsstand der jungen Menschen erfolgen. So sollte auch die Kinder- und Jugendbeteiligung nicht vermischt werden. Es besteht die Schwierigkeit den jeweiligen Entwicklungsstand richtig einzuschätzen. Die jungen Menschen sollen nicht über- oder unterfordert werden .

Wobei dieses Problem beim Kinderbeauftragten noch recht wenig relevant ist. Allerdings wird es schwierig sich auf beide Bereiche zu konzentrieren. Ich denke einen Fokus auf die Situation von Kindern im Kreis zu legen ist durchaus angebracht.

Leider haben in Stormarn nur wenige Kommunen einen Kinderbeauftragten. Aber der Kreis geht nun schon seit Jahren mit gutem Beispiel voran. Im Rahmen der Demographiedebatte, die auch in den Gemeinden, vor allem aber in den Städten geführt werden muss hoffe ich, dass sich auch bei den Gemeinden noch einiges bewegt.

Was meint Ihr?

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