Filmtipp-Gewinnspiel

Meine Kollegin bei TRG – The Reach Group GmbH (meinem Brötchengeber) hat im SEO-Adventskalender das 13. Türchen belegt und verlost eine DVD-Sammlung mit tollen Filmen. Und eine Domain (filmtipps.net), die erstmal mit ein paar Backlinks gestärkt wird. Auf die DVD-Sammlung bin ich scharf, auf die Domain so mittel, aber mitnehmen würde ich die auch. ;)

Aufgabe um zu gewinnen soll ein bisschen Seelenstriptease sein. Welches ist Dein Lieblingsfilm. Da von anderer Seite schon Tarrantino (Pulp Fiction, Reservoir Dogs) genannt wurde, gehe ich in eine andere Richtung. Life of Brian. Groß, zitatreich, schwarzer Humor wie er mir gefällt. Und: Ja, der Film ist auch politisch:

Stormarner Weihnachtskreistag

Gestern war die Weihnachtssitzung des Stormarner Kreistags. Und: Es war die tollste Kreistagssitzung, an der ich bisher teilnehmen durfte.
Inhaltlich wurden vier Dinge beschlossen:

  1. Landrat Klaus Plöger bleibt weitere sechs Jahre Landrat. Nach der Abschaffung der Direktwahl durch die letzte Landesregierung obliegt die Wahl des Landrats wieder dem Kreistag (wo sie meiner Meinung nach auch hingehört, wie ich hier im Blog schon mehrfach ausgeführt habe…). Der Stormarner Kreistag hat Klaus Plöger gestern in geheimer Wahl wiedergewählt. Mit nur sieben Gegenstimmen (Ich hatte mit fünf Gegenstimmen und ein paar Enthaltungen mehr gerechnet…) hat er ein hervorragendes Ergebnis erhalten. Herr Plöger wurde anschließend direkt ernannt und vereidigt. Wenn man schonmal dabei ist, dann kann man das auch gleich mitmachen, auch wenn er eigentlich noch bis April (meine ich) im Amt wäre.
  2. Müllgebühren für Stormarner Bürger sinken im Schnitt um 4%.
  3. Marketing in der Metropolregion und Zusammenarbeit wird weiter verstärkt (Auch wenn Herr Germer von den Grünen offensichtlich vergessen hat, dass die Grünen in Hamburg mitregieren und einige Warnungen ausgesprochen hat, dass Hamburg seine ganze Industrie nach Stormarn auslagern würde. Kein Kommentar hierzu von meiner Seite, schließlich hat Herr Germer am Ende ja auch mitgestimmt)
  4. Klimaschutzprogramm: Der Kreis hat sein Klimaschutzprogramm fortgeschrieben. Insbesondere die CDU hat hier viele Änderungen eingebracht. Das Programm in der beschlossenen Fassung steckt einen Rahmen für die nächsten Jahre ab, in dem der Kreis seine Gebäude energetisch sanieren / optimieren, ÖPNV optimieren und einen Handlungsrahmen für die Kommunen ausarbeiten möchte. Das Programm ist gut, die einzelnen Schritte zur Umsetzung überschau- und damit realisierbar.
  5. Der Haushalt 2010 wurde beschlossen. Es steht für 2010 eine “schwarze Null”. bei ungefähr 200.000.000€ Haushaltsvolumen werden am Ende des Jahres noch etwa 500€ übrig bleiben. Es ist ein guter Haushalt, der zurecht mit nur einer Gegenstimme angenommen wurde und von allen Fraktionen getragen wird. Es werden Schulden abgebaut und in Einzelfällen konnte das Leistungsangebot des Kreises ausgebaut werden. Alle Fraktionen haben zugestimmt und alle Fraktionen haben Projekte nicht realisieren, oder verhindern können, die ihnen wichtig waren. Insgesamt können aber alle zufrieden sein. Nicht zuletzt die Bürger und die Kommunen im Kreis, mit deren Geld der Kreis verantwortlich, sparsam und möglichst effizient umgeht.

Neben diesen Beschlüssen wurden verschiedene Diskussionen zu einzelnen Themen und Resolutionen besprochen und diskutiert.

  • Die Frage der Gewässerpflegeverbände und eventueller Zwangsmitgliedschaften der Bürger in den Verbänden. Hier hat der Landrat mit der Unterstützung durch alle Fraktionen dargelegt, dass einzelne Diskutanten hier den zumutbaren Sektor verlassen haben, das Problem aber angepackt werden müsse, für viele Dinge der Kreis aber keine Verantwortung trägt. Für den 21.12. ist eine Diskussionsrunde in Bargteheide zum Thema geplant. Wir hoffen bis dahin auf weitere Informationen aus Kiel. Denn dort muss das Thema angepackt werden, um zu einer wirklich unbürokratischen Lösung zu kommen. Die Resolution / Beschlussvorlage der FDP zu diesem Thema wurde abgelehnt. Schließlich waren nicht nur die Formulierungen unseriös und klangen eher nach FDP-Parteitag, als nah Kreistag Stormarn. Außerdem implizierte eine Antragsformulierung, dass der Landrat sich nicht rechtskonform verhalten habe.
  • Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Hierzu gab es eine Resolution des Landkreistags, die bitte die Kreistage beschliessen mögen. Die CDU-Fraktion hat hier die Dringlichkeit abgelehnt. Zu recht, wie ich finde. Und auch inhaltlich war die Resolution Mist. Man braucht den Ministerpräsidenten nicht daran zu erinnern, dass es seine Aufgabe ist das Wohl der Bürger und Kommunen im Blick zu haben.
  • Die Linke wollte noch eine Resolution zu Unterbringungskosten zu Hartz4 / SGBII beschlossen haben, die aber schon vom Spitzenverband der Kreise, dem Landkreistag beschlossen wurde. Hier zu doppeln ist nicht sinnvoll.

Inhaltlich war der Kreistag gut gefüllt. Die Stimmung im Saal konnte man bei aller Diskussion als herzlich und gelöst beschreiben. Die Reden fanden im Wesentlichen auf einem vergleichsweise hohen Niveau statt (Von 2 Reden seitens der Grünen und einigen verwirrten Statements der Linken mal abgesehen). Insbesondere Herr Rahmann (Grüne) und mein Fraktionschef Joachim Wagner (CDU) konnten überzeugend und unterhaltsam ihre Punkte darlegen.

Wermutstropfen auf einer tollen Sitzung: Bei der öffentlichen Auszählung der Stimmen standen Presse und Landrat direkt daneben. Ich hätte mir gewünscht sich hier etwas zurück zu nehmen. Die LN haben dann das Ergebnis der Wahl offensichtlich noch vor der Bekanntgabe im Saal, beziehungsweise parallel getwittert. Etwas unschön. Selbst bei einem öffentlichen Auszählvorgang sollte man mit der Verbreitung des Ergebnisses warten, bis es im Saal für alle verkündet ist. So gehört es sich meiner Meinung nach.

Insgesamt wie gesagt eine tolle Sitzung mit guten Ergebnissen und guter Stimmung. Hier ein paar der Twitternachrichten, die ich während der Sitzung geschrieben habe, für einen weiteren guten Eindruck:


Kleiner Verstoss gegen die Sitten des Kreistags: Jeans und fehlende Krawatte. Bin damit aber nicht ganz allein… #Kreistag #stornarn


Hoher Besuch: Landesminister Wiegard hat gerade im Publikum Platz genommen. Wohl das Interesse am Thema Gewässerpflegeverband. Bürgernah.


Die Grünen begründen in der Dringlichkeitsberatung einen Antrag nur inhaltlich, aber nicht die Dringlichkeit. #fail #Kreistag #Stormarn


FDP kriegt für Resolution zum Gewässerpflegeverband auf die Nase,weil sie unterstellt der Landrat hätte nicht rechtstreu gehandelt.#Kreistag


Wagner: Bürokratiewahnsinn hat in einer Vorlage des KTs nichts zu suchen. Aber jeder nutzt den Wortschatz, der ihm zur Verfügung steht…

– Das mit dem Wortschatz ist übrigens ein (leicht gekürztes) Zitat aus der Rede von Joachim Wagner zum Thema. Und er hatte recht damit.


Wahl zum Landrat wird geheim stattfinden. Werde wohl wieder zum Schluss aufgerufen, weil man das Alphabet nicht beherrscht…


Von mindestens einem Abgeordneten das Abstimmungsverhalten…#Landratswahl


Wahlergebnis: ja:52 nein:7 Enthaltung:2 Damit bleibt Klaus Plöger weier Landrat. #Kreistag #Stormarn


Inzwischen ist Klaus Plöger ernannt und vereidigt worden… Herzlichen Glückwunsch!

Das hat Stil: Plöger: Vielen Dank auch an meine Verwaltung, die dafür sorgt, dass Politik meine Arbeit gut finden kann… #Kreistag #Stormarn

– Zuvor war Klaus Plöger nicht nur mit einem guten Ergebnis gewählt, sondern auch für seine Arbeit allerseits gelobt worden. Manchmal sei seine Art etwas ruppig, aber er sei bereit sich immer – wo notwendig auch mit harten Argumenten und jeder Menge Nachdruck – für Stormarner Interesse einzugsetzen. Jemand meinte mit ihm könne man zumindest in Lübeck keine Charme-offensive gewinnen. Diesen Eindruck teile ich nicht, aber ich mag ja auch seinen Humor und seine manchmal etwas direkte aber niemals aufgesetzte Art.


Grüne haben offensichtlich ein enormes Talent lang und davon in weiten Teilen auch am Thema vorbei zu reden… Nervig. #Stormarn #Kreistag


Das dauernde stellen sinnloser Resolutionen nervt übrigens auch. Dieses Jahr schon mehr als in den letzten 2 Wahlperioden.#Kreistag#Stormarn

– Die nerven wirklich. Resolutionen bewirken nichts und sind gerade deshalb immer mal schnell geschrieben. Außerdem eignen sie sich toll um Themen, die den Kreis nicht direkt betreffen auch mal im Kreistag zu führen. Sowas nerviges. Wenn die Leute Bundes- oder Landtagsreden schwingen wollen, dann sollen sie sich in die richtigen Parlamente wählen lassen.


Debatte zum Klimaschutzprogramm wachsen sich aufgrund von Halbwissen & Falschdarstellungen seitens der Linken zu Verkehrsfachdebatte aus…

– Die Linke hatte unter anderem behauptet, dass der Kreis Buslinien gestrichen hätte und es im Norden keine Anruf-Sammel-Taxen gäbe. Das ist schon recht weit von der Realität entfernt.


Wenn man Herrn Germer (Grüne) glaubt muss die Landesregierung Hamburg ein ziemlich fieser Haufen sein, was Umwelt & Wirtschaft angeht…


Haben gerade die Gebühren für Abfallentsorgung für den Bürger um 4% gesenkt. so macht Politik Spaß. #Kreistag #Stormarn


Haushalt 2010 mit Schuldentilgung und 500€ Überschuss bei einem Volumen von 200Mio.€ Bei einer Gegenstimme beschlossen.#Kreistag #Stormarn


Eine sehr produktive und unterhaltsame Sitzung ist damit beendet. Jetzt Weihnachtsbuffet der Kreispräsidentin. Lecker. #Kreistag #Stormarn

Gratulation Herr Sarach

MIchael Sarach wird neuer Ahrensburger Bürgermeister. Zumindest nach den aktuellen Zahlen. Seit 19:01 Uhr heute Abend sind die Wahlbezirke ausgezählt. Nach derzeitigem Stand liegt Michael Sarach 700 Stimmen vor Jörn Schade. Ich hab gerade keine Informationen darüber, ob die Briefwahlstimmen da mit enthalten sind oder nicht, ich rechne aber nicht damit, dass das noch viel bringen würde. Michael Sarach hat 14% mehr Stimmen als mein Favorit.

Ein erstes Fazit meinerseits jetzt schon:

  1. Schade für Jörn. Er hat einen tollen Wahlkampf gemacht und ich halte ihn immernoch für den besseren Bürgermeister für Ahrensburg
  2. Glückwunsch an Michael Sarach, er war nicht mein Wunschkandidat, ich hätte mir einen Ahrensburger gewünscht. Michael Sarach muss sich jetzt beweisen. Er muss zeigen, dass es ihm nach seiner ersten erfolgreichen Kandidatur auch um die Bürger vor Ort geht. Ich wünsche ihm eine glückliche Hand beim Klären der Konflikte. Das wird keine einfach Augabe
  3. Die Wahlbeteiligung war erschreckend. Auch wenn noch die Briefwahlstimmen dazu kommen liegt die Wahlbeteiligung deutlich unter 50%. 26.000 Ahrensburger waren wahlberechtigt. Nach den aktuellen Ergebnissen haben 43% der Ahrensburger an der Wahl teilgenommen. Eine viel zu niedrige Beteiligung. Auch niedriger als ich erwartet habe. Schließlich wurde die Wahl in Ahrensburg viel diskutiert.

Soweit erstmal. Eine ausführlichere Stellungnahme vielleicht in den nächsten Tagen, wenn das amtliche Ergebnis bekannt ist und auch noch mehr Informationen und Stellungnahmen verfügbar sind.

Ich bin traurig, dass Jörn nicht gewonnen hat. Er ist ein toller Politiker und wäre der Richtige, um die in Ahrensburg anstehenden Aufgaben zu lösen. Ich habe mich für ihn eingesetzt, was natürlich zu meiner Enttäuschung beiträgt. Trotzdem muss das Ergebnis natürlich akzeptiert werden. Es wird für Jörn sicher ein Ansporn sein weiter intensiv das Verhalten der Verwaltung zu kontrollieren. Die Verantwortung die Mitarbeiter des Rathauses zu führen liegt jetzt bei Michael Sarach, der merken wird, dass die Verhältnisse und Probleme hier nicht so einfach liegen, wie man von außen betrachtet glauben mag. Ich wünsche Ihm viel Glück und stets eine gute Hand bei allen Entscheidungen, die er im Amt zu treffen hat.

Grüne in Ahrensburg für Jörn Schade

Auch die Grünen Ahrensburg unterstützen jetzt Jörn Schade in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Gut so!

Die Grüne Fraktion der Stadtverordnetenversammlung empfiehlt den Ahrensburgern und Ahrensburgerinnen Jörn Schade zum Bürgermeister zu wählen.

Ahrensburg hat gewählt: Bundestagswahl 2009, Landtagswahl 2009, Bürgermeisterwahl 2009, Bürgerentscheid

Während in ganz Deutschland heute 2 Kreuze gemacht wurden durften die Ahrensburger deutlich mehr machen. Insgesamt 6 Mal durften die Ahrensburger der Demokratie zu Kreuze kriechen. Neben Erst- und Zweitstimme für den Bundestag wurden noch Erst- und Zweitstimme für den Landtag, eine Stimme für einen der vier Bewerber um das Bürgermeisteramt und zum Bürgerentscheid Kastenlinden gefordert.

Die für Ahrensburg zunächst spannendste Wahl bleibt zunächst ohne Ergebnis. Zwar haben die Bürger gewählt, aber keinem Kandidaten mehr als 50% der Stimmen gegeben (womit auch niemand bei vier Kandidaten ernsthaft gerechnet hat). Die beiden stärksten Kandidaten Jörn Schade (CDU, mein Favorit) und Michael Sarach (SPD,FDP) haben nun die Ehre zwei weitere Wochen um die Gunst der Wähler buhlen zu dürfen.

Hier das (vorläufige) Wahlergebnis zur Bürgermeisterwahl im Detail:

  • Thomas Reich (4.143 Stimmen, 22,12 %)
  • Michael Sarach (6.051 Stimmen, 32,31 %)
  • Jörn Schade (6.186 Stimmen, 33,03 %)
  • Klaus Helmut Schädel (2.349 12,54 %)

Das Ergebnis ist sicher nicht ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Herr Schädel hat deutlich zuviele Stimmen erhalten. Herr Schade hätte durchaus einen deutlicheren Vorsprung vor Herrn Sarach bekommen dürfen als die 135 Stimmen.
Dennoch ist es ein gutes Ergebnis:

  1. Jörn Schade geht in die Stichwahl in Ahrensburg am 11.Oktober 2009
  2. Herr Sarach ist weiter. Damit werden 4.143 Stimmen für Herrn Reich frei, die eher Schade-Stimmen sein dürften.
  3. Entscheidend wird auch, was Grüne und WAB machen. Werden sie nun doch eine Wahlempfehlung aussprechen? Oder spielen sie weiter Ahrensburger Schweiz?

Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei der Bürgermeisterwahl bei 72,5%. Enttäuschend. Vor allem, da parallel noch zwei weitere Wahlen stattfanden und da es einen extrem hohen Anteil an ungültigen Stimmen gegeben hat. Die Stadthomepage weist gerade keine Gesamtzahl aus und ich bin ein wenig additionsfaul. Überschlägig rechne ich aber mit etwa 500-1.000 ungültigen Stimmen. Bei 18.900 Bürgern die wirklich wählen waren deutlich zu viele.

Immerhin haben wohl mindestens vier Bürger auch die Möglichkeit genutzt den Bürgerentscheid Ahrensburg über den Beschnitt der Linden in der Großen Straße abzustimmen. Im Endeffekt ging es darum, ob die Bäume in Zukunft einen Kastenschnitt oder einen Formschnitt erhalten. Laut Stormarner Tageblatt (nicht online gefunden) haben sich 3/4 der Bürger gegen den Kastenschnitt entschieden. Offizielle Zahlen gibt es auf der Ahrensburger Stadthomepage allerdings derzeit noch nicht. Die Kastenlinden dürften damit endgültig vom Tisch sein.

Und die weiteren Wahlen? Aus CDU Sicht kann ich zufrieden sein. Unsere tollen Landtagskandidaten aus Stormarn Tobias Koch (Wahlkreis 33 Ahrensburg, südlich und westlich alles bis auf Wahlkreis 34) und Rainer Wiegard (Wahlkreis 32 – Bargteheide und nördlich) haben ihre Mandate mit 42,1% bzw. 37,8% verteidigt, MO Potzahr (Wahlkreis 34 – Glinde, Oststeinbek, Barsbüttel, Reinbek) konnten seinen ebenfalls direkt gewinnen. Stormarn wird damit in Zukunft von 3 direkt gewählten CDUlern in Kiel vertreten.

Auch die Bundestagskandidaten Norbert Brackmann (Wahlkreis 10, Stormarn Süd + Herzogtum-Lauenburg), Gero Storjohann (Stormarn Mitte Bargteheide bis Bad Oldesloe + Teile Segebergs) und Ingo Gädichens (Stormarn Nord + Ostholstein) gelang der Einzug in den Bundestag. Brackmann und Gädichens übrigens erstmalig.

Grund genug also zufrieden zu sein? Mit dem Wahlergebnis auf Bundesebene, den gewählten Abgeordneten und der wahrscheinlichen Koalition bin ich zufrieden. (Insbesondere, da ich mit dem Ergebnis wohl eine eigentlich aussichtslose und verlorene Wette gegen Jens vom Pottblog gewonnen habe. Die CDU (ohne CSU) hat tatsächlich zum ersten Mal mehr Zweitstimmen bekommen als die SPD. Na sowas.

Und im Land? Na klar bin ich mit den Direktmandaten hier in Stormarn zufrieden. Mit dem Wahlergebnis noch nicht so richtig. Eine weniger knappe Mehrheit für schwarz-gelb wäre mir lieber gewesen. Eine Stimme Mehrheit auf Basis eines Passus in der Landesverfassung, der eventuell noch gekippt werden könnte (wenn auch damit nicht die Wahl annuliert werden dürfte) ist mir einfach zu unsicher. Insbesondere dann, wenn man FDP und den einen oder anderen CDU-Abgeordneten kennt. Nein, vielleicht wäre es sinnvoll sich einen dritten Partner ins Boot zu holen und die Mehrheit zu verbreitern. Ob ein solches Angebot für Grüne oder SSW bereit wären ein solches zu vertretbaren Kondiditionen anzunehmen müsste man sehen. Schließlich gibt es eine Mehrheit, die ausreicht.

Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl lag in Ahrensburg übrigens bei 77,89%.
Erststimme Ahrensburg:

  • SPD Gesa Tralau (5.846 Stimmen, 30,8 %)
  • CDU Norbert Brackmann (7.391 Stimmen, 38,9 %)
  • FDP Dr. C. Happach-Kasan (1.746 Stimmen, 9,2 %)
  • B’90/GRÜNE Dr. Konstantin von Notz (2.514 Stimmen, 13,2 %)
  • LINKE Lorenz Gösta Beutin (1.161 Stimmen, 6,1 %)
  • NPD Kay Oelke (139 Stimmen, 0,7 %)
  • DIE VIOLETTEN A.-R. Keßler-Binder (81 Stimmen, 0,4 %)

Zweitstimmen:

  • SPD (4.750, 24,9 %)
  • CDU (6.078, 31,9 %)
  • FDP (3.147, 16,5 %)
  • B’90/GRÜNE (3.120, 16,4 %)
  • LINKE (1.349, 7,1 %)
  • Sonstige (616, 3,2 %)

Die Grünen sind in Ahrensburg immer sehr stark. Ich bin froh, dass die CDU im Bundesdurchschnitt mehr Prozente gewinnen konnte als in Ahrensburg.