Ich kandidiere: Bundestwagswahl und Landtagswahl

Die Landeszeitung hat einen Test gemacht: Wie aktiv sind Holsteiner Politiker im Internet?

Lustigerweise hatte auch ich die Nachricht über Facebook bekommen:

Lieber Herr Hülsen.

Ich arbeite als Augenoptikermeister in Rendsburg und betreibe in der dortigen Fußgängerzone ein kleines Brillengeschäft. Meine Frau und ich denken seit Wochen über die bevorstehenden Wahlen auf Bundes- sowie Landesebene und unsere Stimmabgabe nach. Beim Stöbern im Facebook sind wir auch auf Ihr Profil aufmerksam geworden. Wir möchten jetzt versuchen, direkt mit Ihnen in Kontakt zu treten und haben zwei Fragen, die uns seit langer Zeit auf der Seele brennen.

Als kleines mittelständisches Unternehmen macht uns die derzeitige wirtschaftliche Lage besonders stark zu schaffen. Was wollen Sie nach dem kommenden Sonntag als Abgeordneter konkret dafür tun, dass kleine Betriebe wie unser Brillengeschäft entlastet werden?

Der Glaube spielt in unserer Familie eine große Rolle. Wie stehen Sie persönlich zu Gott?

Wir würden uns freuen, wenn wir auf diesem Wege mit Ihnen in Kontakt treten können.

Herzliche Grüße aus Rendsburg

Siegfried Plehn

Ich musste als ich die Nachricht bekam sehr schmunzeln. die Fragen sind ein wenig schräg, aber wer länger dabei ist kennt solche Briefe. Dennoch hab ich sehr gezweifelt, ob es sich um eine ernsthafte Anfrage handelt. Geantwortet hab ich trotzdem. Kurz zusammengefasst: Ich kandidiere nicht, wenden Sie sich doch an Jemanden, der auch für den Bundestag oder Landtag kandidiert.

Zwei Tage später las ich den Artikel, im SHZ, über den ich mich wirklich ein wenig aufgeregt hab. Auch auf Twitter:

Obskurer Artikel im SHZ über Politiker auf Twitter &Facebook.Miserabel recherchiert & ist wenig mehr als das Absondern einiger Plattitüden.

SHZ_de antwortete mir via Twitter:

Das ist eine pointiert geschriebene Kolumne, keine Analyse. Bitte kommentiert auch den Artikel, wenn Ihr mögt.

Nun auch nach erneutem Lesen mag ich den Artikel nicht wirklich als pointierte Kolumne zu erkennen, aber vielleicht bin ich dazu auch einfach zu wenig Journalist.

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