lupenreine Demokraten

Sagen sowas nicht:

Eine allzu gedankenlose Distanzierung vom Mauerbau könnte in Zukunft das Verständnis dahingehend dogmatisch versperren, wo eine ökonomisch unterentwickelte Region – um mehr Demokratie, mehr Ökologie, mehr Kulturausgaben, mehr Soziales zu wagen – sich abschottet oder etwa die Abwerbung der vom Monopolkapital bevorzugten Kräftigen, Jungen, teuer Ausgebildeten verhindern wollte.

Urheber Dieter Dehm ist nicht irgendwer, sondern Landesvorsitzender der Linkspartei in Niedersachsen. Ja, die SPD hat recht. Prinzipiell müssen alle demokratischen Fraktionen untereinander Koalitionsfähig sein.

[<a href="http://www.trupoli.com/de/statements/6369″>via trupoli]

9 Responses to lupenreine Demokraten

  1. Sind wir mal ehrlich: Wen wundert es denn? Wessen Geistes Kind die neue „Partei“ die.linke ist, wurde schon mehr als einmal nur allzu deutlich. Wer mit astreinem Populismus, gepaart mit extremster Geschichtsklitterung auf Stimmenfang geht und jeden mit ins Boot holt, nur um die Listen aufzufüllen, ohne sich mit der Person auseinanderzusetzen und sie hinterher aus der Fraktion zu schmeissen, lässt einfach grundlegende Mängel im Demokratieverständnis erkennen.

  2. Wo sind eigentlich überall die CDU Blockflöten geblieben? Wer zieht sogar Populisten wie Schill ins Boot?

  3. Die Gründer der Bundesrepublik würden sich im Grabe umdrehen bei solchen Verunglimpfungen der Demokratie, das zeigt doch wie es um die Geisteshaltung der meisten Neo Kommunisten steht. Jawoll Schießbefehl , Stasi und totalitäre Gesellschaftsordnung sind die erstrebenswerten Ziele auf dem Weg in den neuen Sozialismus..schade das wir nicht gänzlich vernichtet wurden um nicht als neue Keimzelle einer gescheiterten Idee zu kokettieren.

  4. Ich weiß gerade nicht, was das mit Blockflöten zu tun hat. Dr. Dieter Dehm ist Westdeutscher und ehemaliges SPD-Mitglied.

    Im Sozialismus hat er nicht gelebt.

    Spannend übrigens ist seine Seite. Che, Rosa und Karl als Logo und bei dem derzeit aktuellen Artikel lecker Zigarre paffend. Geht wahrscheinlich auch gerne mit Europaparlamentarierinnen Hummer essen.

    Zum Thema Schill: Wenn ich mich recht erinnere hat die CDU damals vor der Wahl gesagt, dass sie bereit ist eine Koalition mit Schill einzugehen. Der Wähler wusste also bescheid und wurde nicht getäuscht.

    Wie ich zum Thema Schill gestanden habe ging ausreichend durch die Presse. Hab innerhalb der JU ja auch genügend darüber diskutieren dürfen 😉

  5. Lieber Herr Hansen,

    wieder zeigen manche Leute wie Sie, welches Verständnis diese von Demokratie haben. Wer nur halbgare Sätze, die einfach ohne Sinn und Verstand sind, in Blogs wie diesen, den ich übrigens sehr löblich finde, verteilt, disqualifiziert sich selber.

  6. Lieber Herr Paddy,
    meinen Sie mich mit manche Leute? Was für ein Verständnis habe ich dann Ihrer Meinung nach? Sie vermögen Sinn und Verstand zu beurteilen? Meine Sätze waren Fragesätze, keine Halbsätze. Zumindest in der Grammatik sollten sie sich verstärken. Im übrigen warte ich auf die Beantwortung der Fragen. 😉
    LG Jörg Hansen

  7. @ Jörg:

    Frage 1: Ich kenne keine Blockflöte in der CDU, zumindest kenne ich keine persönlich, wüsste aber auch sonst spontan keine. Richtig ist aber, dass viele Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung der ehemaligen DDR in der CDU aktiv geworden sind.

    Frage 2: Richtig, hat die CDU gemacht, hab ich auch nicht soo toll gefunden damals. Allerdings: Ole von Beust hat vor der Wahl gesagt, dass er vor hat mit Schill zusammen zu arbeiten, wenn es das Wahlergebnis hergibt. Der Wähler, der CDU gewählt hatte wusste also, dass er den Populisten im Schlepptau wählt. In Hessen (zum Beispiel) liegt der Fall wohl ein bisschen anders, oder?

    Gegenfrage: Wie fühlt man sich eigentlich als Mitglied einer Bürgerrechtspartei (sind die Grünen ja wohl), wenn die eigene Partei mit der Linken zusammenarbeitet? Also mit der Partei, wegen der auch viele Mitglieder der Grünen damals auf die Straße gegangen sind?

  8. Im Hintergrund steht doch die Frage, wie man mit einer Partei, die von Menschen geführt wird, die unserer freiheitlichen und demokratischen Ordnung im Kern ablehnend gegenüberstehen, umgeht. Diese Frage sollten sich meiner Meinung nach alle Demokraten stellen.

    Und da meine ich, dass die Linkspartei grundsätzlich anders zu behandeln ist, als Seinerzeit die Schill-Partei. Meiner Meinung nach hat das Ole damals ganz gut hinbekommen. Immerhin spielt Schill (ausser beim Koksen 😉 ) keine Rolle in der Politik mehr. Das gleiche gilt für seine Anhänger. In Hamburg wird und wurde auch keine fremdenfeindliche Politik gemacht. Die Schillpartei war eine One-Man-Show mit offensichtlich holen populistischen Vorhaben.

    Das Gefährliche an der Linkspartei ist doch, dass die Partei von einer gesellschaftlichen Gruppe bestehend aus Altkommunisten, ehem. DDR-Funktionären, linken Sozialdemokraten und Gewerkschaftlern getragen wird. Die wissen genau wie man Politik macht und sind keine Amateure. Mit den Linken wird man nicht fertig, in dem man sie „umarmt“.

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