Grillage vernichten beim Arbeitskreis Medien

Gestern Abend hat sich meine ursprüngliche Abendplanung leider krankheitsbedingt zerschlagen (also ich war nicht krank, sondern der Kommilitone, sonst wäre diese Geschichte ja jetzt schon zu Ende).

Als Alternativveranstaltung habe ich mich dann entschieden dem Flatrate-Grillen des Landesarbeitskreises Medien bezuwohnen. Grillage und Getränke so viel man möchte für 10€ klangen sehr verlockend.

Lagerfeuer beim Grillen
Dankenswerter Weise existierte schon eine Stormarner Fahrgemeinschaft mit einem Herzogtum-Lauenburger Auto und einer Lauenburger Fahrerin, das hat den Verwaltungsaufwand für die Logistik auf zwei Skype-Nachrichten beschränkt. Von Bargteheide aus wollten wir dann nach Bad Schwartau, wo Micha seinen Garten zur Verfügung gestellt hatte. Leider wurden wir ob eines geplatzten Reifens kurz vor Reinfeld auf der Autobahn ein wenig aufgehalten. Paddy hatte aber in Formel1 reifer Zeit den Reifen gewechselt (Okay, die Idee mit dem Felgenschloss hätte einem 30 Sekunden schneller kommen können, die Zeit blieb trotzdem beeindruckend.). Aufgrund der eingeplanten Reserve und des schnellen Wechsels sind wir dennoch pünktlich angekommen.

Der Grill war mit Ökoprodukten schnell entzündet.
Die 15 Anwesenden haben auch ordentlich zugeschlagen. Die Bilanz des Abends sah beeindruckend aus. der Grill wurde zweimal angefeuert. Es gab drei Würstchen, für die sich am Ende kein Abnehmer mehr fand. Alles andere war restlos aufgefuttert. Das Bier hat auch exakt gereicht und die Cola und Wasserversorgung waren auch gut geplant.

Die inhaltlichen Gesprächen verteilten sich über den Abend. Im Vordergrund sollte der Fun-Faktor stehen. Das hat er auch getan. Dennoch gab es die Möglichkeit ein paar Probleme der verbandsinternen (medialen) Kommunikation zu besprechen, ein paar Ideen für die internen Seiten und Datenbanken zu entwickeln und lange darüber zu philosophieren und sich Erfahrungsberichte anzuhören, wie man ohne Klapprechner und Internet studiert hat.

Hallo??? wie soll das gehen? Ich kann es mir kaum vorstellen. Lange suchen, bis man gewünschte Informationen hat, Hausarbeiten auf der Schreibmaschine tippen, Absatz einfügen und alles nochmal neu schreiben? Ich glaube das wäre nichts für mich. Aber ich bin immernoch fest davon überzeugt, dass die Studenten früher kritischer gegenüber ihren Quellen waren. Malte und Andre konnten mich nicht davon überzeugen, dass es früher genauso war. Nun sind die beiden aber auch Jura-Studenten und haben daher wenig mit ungeklärten Quellen zu kämpfen, sondern können sich auf Gerichtsurteile, Gesetze und die einschlägigen Kommentare berufen. Bei Soziologie oder BWL wird das schon schwieriger.

Dennoch sind wir einhellig der Meinung gewesen, dass die Medienkompetenz bei Studenten eigentlich schon vorausgesetzt werden kann, allerdings deutlich bei den Ausbildungsberufen daran gearbeitet werden muss. Wer nur Bild und RTL2 konsumiert wird kein vernünftiges Bild der wichtigen Themen gezeichnet bekommen und ist leicht zu manipulieren. Deshalb bin ich immernoch sehr stolz darauf, dass wir es im Jugendhilfeausschuss geschafft haben Gelder für die medienpädagogische Arbeit des Kreisjugendrings zur Verfügung zu stellen. Die Arbeit ist wirklich wichtig in einer medialen Welt muss man wissen, wie Medien manipulieren (können) und wann ich vertrauen in Berichte haben kann. Das ist ein Thema, dass mich schon seit längerem beschäftigt… Gerade wenn man Umfragen liest, dass Menschen sich allein mit Bild und RTLII – News ausreichend und ausgewogen informiert fühlen.

(Interessanter Gedanke: Bildblog sollte sich mehr für andere Medien öffnen. Viel schlimmer als der mangelnde journalistisch-ethische Anspruch der Bild sind die Medien, die suggerieren ethisch zu arbeiten, aber im Endeffekt auch nicht viel besser sind… Beobachten.)

Der Abend war wirklich gelungen. Es gab ordentlich zu lachen und man hat ein paar Themen angerissen, die man weiter verfolgen möchte. Gut so.

Vielen Dank an Malte für die Genehmigung seine Bilder online stellen zu dürfen.

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