SPD Reinbek zieht kopflos in Bürgermeisterwahl: Kandidat Kersten Albers dankt ab.

gepostet von Johan am

Ich hatte vor Kurzem über die Kandidatur von Kersten Albers für die SPD bei der Bürgermeisterwahl in Reinbek berichtet. Dass das Thema den Bürgern auf den Nägeln brennt habe ich vor allem auch bei den hier eingehenden Suchanfragen gesehen.

Ich persönlich finde das Vergehen nicht so schlimm, wie es gemacht wurde, es aber nicht zu kommunizieren musste aber Gegenwind geben. Vor dem hat Albers wohl gestern kapituliert und wie die Ahrensburger Zeitung berichtet seine Kandidatur zurückgezogen. Schade, denn Wettbewerb belebt das Geschäft. Und wenn ich schon so einen Quatsch mache, wie eine Bürgermeisterdirektwahl, dann sollte der Bürger auch die AUSwahl haben.

Die SPD sucht jetzt einen neuen Kandidaten. Das dürfte eine sehr kurzfristige Geschichte werden. Und es muss ein ziemlich großer Name sein, wenn er die Kandidatur noch gewinnen will. Schließlich ist Favorit Axel Bärendorf schont seit Monaten im Wahlkampf und dabei Wählerstimmen für sich zu gewinnen, ist allgemein geachtet und hat viele Erfolge aus Ammersbek mitgebracht.
Um das in 4 Monaten aufzuholen braucht es schon fast ein Wunder. Schließlich muss nach der Auswahl der Wahlkampf noch geplant, der Kandidat gebrieft werden und so weiter. Für effektive Stimmengewinnung bleiben also noch 3 Monate, gegen einen Kandidaten, der schon seit der 3 Monaten Werbung macht…

Sollte die SPD einen finden, der verrückt genug ist sich so verheizen zu lassen bin ich sehr gespannt, was daraus wird.

[Nachtrag] Ich finde den Siegeswillen der SPD sehr achtenswert. Allerdings gilt es sich auch zu überlegen, gegen wen man einen Kandidaten ins Rennen schickt. Ich behaupte, dass mit Axel Bärendorf jede Mehrheit in der Stadt leben könnte. Ich hätte zum Beispiel am Liebsten gegen Landrat Plöger bei der letzten Wahl gar keinen Kandidaten ins Rennen geschickt, da wir uns über seine Arbeit nicht beklagen können. Allerdings hatten wir gerade kurz zuvor die absolute Mehrheit bei den Wahlen zum Kreistag geholt und man war der Überzeugung, dass man mit einem solchen Ergebnis verpflichtet sei einen Kandidaten aufzustellen.